Achtung: Jetzt kommt ein sehr leidenschaftliches Plädoyer für Stories, und warum Du noch heute noch Deine eigene erste Story teilen solltest – wenn Du es noch nicht machst.

Du bist ganz oben

Wer eine Story hochlädt, dessen Profil wird seinen Abonnenten in einem "Story"-Kringel" (verzeih mir meine Wortneuschöpfung) in der Story- und Live-Zeile in der App angezeigt. Ganz oben, da wo der Blick sofort hinfällt. Und Dein Story-Kringel bleibt dort - für 24 Stunden. Jetzt denke mal an den Feed, sowohl bei Facebook als auch bei Instagram. Wenn Du Deine Apps öffnest, wie lange guckst Du auf die Bilder oder die Videos, die dort runterlaufen. Drei Sekunden? Dann liegst Du gut im Durchschnitt. Wenn Du etwas in den Feed gibst, tauchst Du bei Deinen Abonnenten auf. Aber nur kurz. Nach ein paar Sekunden wirst Du schon verdrängt. Mit einer Story bleibst Du ganz oben, für maximal 24 Stunden.

Die Bühne für Dich allein

Wenn einer Deiner Abonnenten auf Deinen Story-Kringel klickt, wird ihm diese auf dem KOMPLETTEN Display seines Smartphones gezeigt.

Basiswissen: Stories kann man fast nur in der mobilen App von Facebook und Instagram sehen. Desktopnutzer haben dieses Angebot nicht. Sie sehen keine Story-Kringel. Allerdings ist der Anteil der mobilen Nutzung immens. Facebook weist die Zahlen zur Desktopnutzung mittlerweile gar nicht mehr aus.

Bei einer Story ist Dir die volle Aufmerksamkeit somit automatisch sicher. Keine Ablenkung durch andere Inhalte. Ein großer Vorteil gegenüber dem Feed: Postest Du dort ein Bild oder einen Clip, dann konkurrierst Du mit den Inhalten, die dem Nutzer davor oder danach ausgespielt werden. Ist deren Bild spannender, verschwindet Dein Post ganz schnell aus dem Blickfeld – und vom Bildschirm.

Du gewinnst Zeit

Mit einer Story hast Du auch bei der Zeit alle Möglichkeiten.

Basiswissen: Eine Story besteht aus mehreren Segmenten. Das können Videos sein oder Fotos, die nacheinander abgespielt werden. Ein Clip darf maximal 15 Sekunden lang sein.Machen wir ein kurz eine Bespielrechnung. Deine Story besteht aus vier Segmenten:

  • Video: 9  Sekunden
  • Video: 8 Sekunden
  • Bild 7: Sekunden
  • Video 6: Sekunden

Insgesamt dauert Deine Story 30 Sekunden. Wir haben ja gerade besprochen, dass Du mit einer Story, den vollen Bildschirm für Dich bekommst. Der Einstieg ist gesichert. Wenn Du jetzt noch gut erzählst und die Spannung hältst, hast Du große Chancen, dass sich jemand volle 30 Sekunden mit Dir auseinandersetzt. 30 Sekunden Aufmerksamkeit. In Social-Media-Zeitmaßstäben kann man das vielleicht mit einem Blockbuster in Überlänge á la Titanic zu vergleichen. Denn: Meist werden nur weniger als 10 Sekunden von Videos angesehen, die im Stream bei Facebook oder Instagram gepostet werden. Die meisten User brechen nach 3 Sekunden ab, bis zum Ende guckt kaum einer. Hart, aber Alltag. Mit der Story kannst Du erreichen, dass Deine Abonnenten ein vielfaches länger über Dich, Deine Marke, Dein Ideen nachdenken.

 

Der Hauch von Exklusivität

Basiswissen: Eine Story bleibt nur 24 Stunden sichtbar. Danach ist sie unwiederbringlich gelöscht.

Wenn Du jetzt denkst, dass das ein Nachteil ist, weil Du ja Content produzierst, der dann “verloren” ist. Dann sage ich Dir: Falsch! Der Effekt ist meist: Deine Abonnenten schauen sich Deine Story lieber gleich an, sonst könnte sie weg sein. Posts und Clips im Stream sind zwar dauerhaft verfügbar - aber ab 36 Stunden sind sie quasi verschwunden - aus dem Blickfeld. Weil zu viel auf uns einströmt. “Jetzt oder nie” ist ein Vorteil der Stories – vor allem, wenn Du schon gezeigt, dass das Dein Content lohnenswert ist. 

Du bist (noch) keiner von vielen

Noch erzählen in Deutschland vor allem Privatpersonen ihre Stories. Viele kleine Unternehmen zögern noch und setzen auf den Stream, den sie kennen. Wenn Du jetzt einsteigst, hast Du noch viel weniger Konkurrenz und kannst in Deiner Zielgruppe punkten. Gerade diejenigen, die lokales Publikum ansprechen wollen, wie zum Beispiel Cafés, Fitnessstudios oder Boutiquen etc. können mit der Location-Suche, die die Story bei Instagram seit Ende Mai 2017 bietet. Den Leuten in ihrem Umfeld zeigen, dass es sie gibt und was sie zu bieten haben.

Du hast tausend Stories

Habe ich Dich jetzt überzeugt?  Wenn Du jetzt denkst: "Ich will Stories, aber ich habe doch keine!" Dann sage ich Dir: "Falsch. Absolut falsch!" Vielleicht sieht Du sie selbst noch nicht. Doch das ändert sich - mit dem Werkzeugkasten für Stories.

 

Übrigens in meinem Blog gehe ich vor allem auf Instagram- und Facebook-Stories ein. Derzeit ist es - so meine Meinung- am sinnvollsten und lohnendsten sich auf diesen Plattformen mit Stories zu positionieren. Stories sind Facebooks "geklaute Variante" der Snaps von Snapchat. Das grundsätzliche Prinzip ist daher ähnlich. Bei den Details gibt es viele Unterschiede. Wer sich für Snapchat interessiert, wird in meinem Blog nur wenige nützliche Infos finden.

 

 

 

Posted in Story-Technik.

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