Warum Instagram Stories eine Waffe sind

..und was das für Dich bedeutet

Bist Du auch frustriert, weil Deine Posts im Instagram Feed nicht mehr so erfolgreich sind? Weniger Likes und weniger Aufrufe, das schmerzt. Ich erkläre Dir in diesem Artikel, warum Instagram uns das antut - und welche drei Konsequenzen Du daraus ziehen solltest.

Ich fasse kurz das ungute Gefühl zusammen, das derzeit viele Instagrammer verspüren: DEN FEEDFRUST. “Mein Post hat heute insgesamt nur 50 Likes bekommen, früher hatte ich das innerhalb einer Stunde.” So oder so ähnlich wird derzeit in allen Social-Media-Plattformen gejammert. Eine Einbildung ist es meisten nicht. Und die FEEDTALFAHRT hat mehrere Ursachen.

Instagram kämpft gegen Bots

Zum einen bekämpft Instagram gerade Bots, die automatisiert folgen, kommentieren und liken. Diese sind bzw. waren auf die absolut populären Hashtags programmiert. Diese Likes fehlen Dir jetzt natürlich. Klar weißt Du, dass diese Bot-Likes nie wertvoll waren. Trotzdem: An die neuen niedrigeren Zahlen muss man sich erstmal gewöhnen.

Der Algorithmus


Zum anderen nutzen immer mehr Menschen Instagram. Deine Konkurrenz ist viel größer geworden. Und um die Masse an Bildern und Clips besser zu “bewältigen”, hat Instagram im Sommer 2016 einen Algorithmus eingeführt. Deine Beiträge werden nicht mehr jedem Deiner Follower angezeigt. Wie hoch Deine Reichweite ist, hängt jetzt von mehreren Faktoren ab. Grundsätzlich ist es aber schwieriger geworden. Du merkst, dass Du Dir im Feed deutlich mehr Mühe geben musst, um etwas zu reißen. Wenn Du mehrere Posts am Tag machst, dann musst Du damit rechnen musst, dass Deine Reichweite bei jedem Post abnimmt. Da kann man sich schon fragen: Was soll das, Instagram? Wieso demotiviert Du uns so?

Das Shadow-Banning-Drama

Auch wenn man im “Explore-Tab” nach einem Hashtags sucht, dann ist das, was dort angezeigt wird personalisiert. Das heißt, wenn ich nach dem Hashtag #catcontent suche, wird mir etwas ganz anderes angezeigt als Dir. Vor allem bei sehr populären Hashtags werden uns dann eher die Posts von Personen angezeigt, denen wir folgen. Es spielen auch noch andere Faktoren ein Rolle, bei wem Dein Post in der Hashtag-Suche landet - oder eben nicht.

Diese Erfahrung hat zur Theorie des “Shadow-Banning” geführt. Viele haben sich ungerecht behandelt und aus einem Hashtag “verbannt” gefühlt, weil ihr Post anderen nicht angezeigt wurde – weil sie so nicht entdeckt oder gefunden werden konnten. Aber es ist eben kein willkürliches Verbannen einzelner Accounts oder Hashtags, sondern es ist ein Algorithmus, der die auch im Explore-Tab die Masse an Bildern selektiert.  

 

Keine Lust zu lesen, im Video erkläre ich Dir meine Theorie "Feedfrust=Storypush"

Jetzt kann man sich fragen, ob das denn schlau ist von Instagram, wenn es seinen Nutzern, das Leben so schwer macht und alle demotiviert. Will uns Instagram mit all diesen Maßnahmen vergraulen? Kann doch nicht sein, oder?!

Feed-Frust ist gut für Instagram-Stories

Natürlich will Dich Instagram nicht von der Plattform vertreiben. Aber vielleicht will Instagram Dich vom Feed wegbringen. Denn all dieses Maßnahmen, die sich so negativ auf den Feed-Erfolg der User auswirken wurden ungefähr zeitgleich mit den Instgram Stories eingeführt.

Push für das neue Story-Format

Das Format gibt es seit August 2016 auf Instagram. Wir wissen alle, dass die Idee für diese Format von Snapchat “geklaut” ist. Instagram bzw. Facebook (Instagram gehört ja zur Facebook-Gruppe) geben das sogar offen zu. Nachdem sich Snapchat gegen eine Übernahme gewehrt hat und sich nicht aufkaufen lassen hat, fährt der Social-Media-Gigant jetzt einen knallharten Angriff gegen die kleine Plattform. Die Hauptwaffe sind die Instagram-Stories. Jetzt muss keiner mehr zu Snapchat gehen um das gehypte Trendformat zu nutzen, mit dem sich Snapchat etabliert hat.

Instagram will Snapchat plattmachen - mit Stories

Der Kampf zeigt Wirkung: Im Frühjahr 2017 hat Instagram gemeldet, dass weltweit 200 Millionen Instagram Stories nutzen. Gut für Instagram, schlecht für das kleine Snapchat. Immer weniger Gründe sprechen dafür Ressourcen ins kleinere und undurchsichtiger Snapchat zu stecken. Unternehmen aber auch normale Leute fragen sich, warum soll ich snappen, wenn ich viel bequemer und mit mehr Reichweite Stories machen kann. Je mehr Menschen also Instagram Stories nutzen, umso näher rückt ein möglicher Untergang von Snapchat.

Feedfrust = Storypush

Instagram hat also ein strategisches Interesse daran, dass Du anfängst Stories zu nutzen. Sehr viele waren am Anfang skeptisch gegenüber dem Story-Format, einige sind es immer noch. Manche hassen es sogar. Aber wenn Du im Feed nicht mehr viele holen kannst, dann musst Du wohl oder übel an die Stories ran. Dann steigt Deine Bereitschaft, Dich darauf einzulassen. Demnach könnte das alles eine konzertierte Aktion von Facebook bzw. Instagram sein. Feedfrust wird zum Storypush: Du probiert Stories aus, du siehst dort Erfolge, bekommst zusätzliche Reichweite. Du machst wieder eine Story. Du nutzt das Format regelmäßig. Zur Freude von Instagram. Denn ihre Waffe im Kampf gegen Snapchat bekommt immer mehr Schlagkraft. Irgendwann reicht es um Snapchat zu erledigen.

Drei Dinge solltest Du jetzt tun

Zum einen solltest Du Mitleid mit Snapchat haben. Zum anderen kannst Du den Kampf strategisch für Dich nutzen. Nutze aus, dass Instagram Dich für Stories belohnt. Bedenke, dass Du im Feed derzeit  gegen Windmühlen kämpfst. Daher solltest Du Deine Ressourcen in der nächsten Zeit umschichten.

  • Tipp Nummer 1: Mach einen wirklich guten Feedpost am Tag und interagiere sehr viel mit anderen Nutzern, damit Du für Deinen Inhalt maximal viel Reichweite herausholen kannst.
  • Tipp Nummer 2:  Stecke den Rest Deiner Energie in eine Story, anstatt zwei oder drei weitere Posts zu machen. So kannst Du über einen anderen und zweiten Kanal andere und mehr Nutzer erreichen.
  • Tipp Nummer 3: Behalte den Story-Bereich genau im Blick. Künftige Innovationen werden, so lange der Kampf zwischen Facebook und Snapchat läuft, vor allem in diesem Bereich stattfinden. Wenn Du auf Neuerungen schnell reagierst und diese umsetzt – schneller als andere – ist Deine Konkurrenz kleiner und Deine Bühne größer.

 

Ich freue mich sehr, wenn Du mir zu diesem Artikel Deine Meinung schreibst. Bin gespannt, was Du von meiner Theorie hältst.

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